Kampagne für die Reform der Vereinten Nationen

Movement for UN Reform (UNFOR)

SI  VIS  PACEM  PARA  PACEM!

 If you want peace, prepare for peace!

平和を望むなら平和に備えよ

 

Unsere Themen und Projekte:

Menschenrechtsklage/Human Rights Complaint

The Right of Peoples to Peace

Tangiers as City of Peace and World Capital 

The Garland Canal Project

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Is Germany actually blocking the development of the UNITED NATIONS to become an effective System of Collective Security?

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THE LAW OF THE REVERSAL OF TENDENCIES

by Klaus Schlichtmann

 

ART. IX / 九条

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Walther SCHÜCKING, The International Union of the Hague Peace Conferences

 

INDIA and the Quest for an effective UNITED NATIONS ORGANIZATION

 

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Täglich sterben über einhunderttausend Menschen an Hunger.

UNO-CHARTA UN CHARTER

CHARTE DES NATIONS UNIS

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Der Drei-Billionen-Dollar-Krieg

 

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FÜR DIE UMSETZUNG DES FRIEDENSGEBOTS IM GRUNDGESETZ.

GEBT DEN VEREINTEN NATIONEN DIE POWER !

mit den Deutschen zögern die Europäer noch immer... die neue alte 'Appeasement'-Politik

Liebe Freund(e)Innen, liebe(r) Obergeiger,

Viele Aktive in der Friedensbewegung und der Friedensforschung haben, wie ich, eine Vorstellung vom Frieden und wie er zu erreichen ist, und sie versuchen diese Vorstellung weiterzugeben, andere zu motivieren, aufzuklären usw. Selbstverständlich ist nicht jeder mit jedem einverstanden. Wenn z.B. ein Friedenswissenschaftler das Konzept vertritt, der Friede müsse mit militärischen Mitteln gewahrt werden und deshalb brauche jeder Staat sein eigenes Militär, dann bin ich damit nicht einverstanden. Wenn mir ein bekannter Friedensaktivist sagt, die Idee der UNO Hoheitsrechte zu überweisen (wie es das Grundgesetz vorsieht!) sei "nichts für die Friedensbewegung," so bin ich damit nicht einverstanden. Wenn die herrschende Lehre in der Bundesrepublik davon ausgeht — ohne dass diese Frage an irgendeiner Stelle thematisiert, untersucht und diskutiert worden wäre, trotz äußerst magerer Beweise und nicht existierender Begründung — der Artikel 106 der UN-Charta sei obsolet, dann bin ich damit nicht einverstanden.

Es gibt 'Meinungsmacher,' die Öffentlichkeit, Friedensbewegung und Politiker beeinflussen und verhindern, dass eine kritisch informierte Gesellschaft entsteht. Obergeiger! Informationen werden geschickt manipuliert, persönliche Interessen in den Vordergrund gerückt, Geschichte verfälscht. "Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft. Wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit." (George Orwell, 1984)

In seinem 1899 veröffentlichten Buch, Die Welträtsel, schreibt Ernst Haeckel:

"Am Schlusse des neunzehnten Jahrhunderts bietet sich dem denkenden und unbefangenen Beobachter eines der merkwürdigsten Schauspiele. ... Nicht nur die überraschenden theoretischen Fortschritte in der wirklichen Naturerkenntnis, sondern auch deren erstaunlich fruchtbare praktische Verwertung in Technik, Industrie, Verkehr usw. haben unserem ganzen modernen Kulturleben ein völlig neues Gepräge gegeben. Auf der anderen Seite haben wir aber auf wichtigen Gebieten des geistigen Lebens und er Gesellschaftsbeziehungen wenige oder gar keine Fortschritte gegen frühere Jahrhunderte aufzuweisen... Aus diesem offenkundigen Konflikte entspringt nicht nur ein unbehagliches Gefühl innerer Zerrissenheit und Unwahrheit, sondern auch die Gefahr schwerer Katastrophen auf politischem und sozialem Gebiet."

Wie kommt der Autor zu dem Ergebnis? Vergeblich habe ich in dem Buch — das in seiner neuen, revidierten und verbesserten Auflage des Jahres 1908 auch ein Nachwort, datiert 2. Dezember 1907, enthält — nach Hinweisen auf die Haager Friedenskonferenzen gesucht. Die Konferenzen, die 1899 und 1907 stattfanden, waren der dramatische Versuch, "Bau und Leben des sozialen Körpers" (Haeckel) auf eine neue universal verbindliche Stufe zu stellen. Letztlich war das Ziel, den Waffengang rechtlich zu verbieten (die von Carl Schmitt kritisierte 'Kriminalisierung des Krieges') und dafür den Rechtsweg verbindlich vorzuschreiben (das so genannte Obligatorium in der Schiedsgerichtsbarkeit). Ohne Rechtsverbindlichkeit sei Abrüstung nicht durchführbar! Dabei wollte man ganz bescheiden und klein anfangen und die allgemeine Verbindlichkeit in der Rechtsprechung zunächst nur für eine ganz bestimmte kleine Anzahl von Fällen und zwischenstaatlichen Streitigkeiten einführen. Was sich im Haag abzeichnete war in Wirklichkeit organisch herangewachsen, eine natürliche Entwicklung, die wegen der von Haeckel richtig festgestellten 'überraschenden Fortschritte' bereits unumgänglich geworden war. Eigentlich unübersehbar. Oder hatte die Nachrichtensperre des Auswärtigen Amtes in der Berliner Wilhelmstraße verhindert, dass die Neuigkeit dem alternden Haeckel zugetragen wurde? Tatsache ist, dass vor allem die deutsche Außenpolitik Schuld am Scheitern der Konferenzen trug.

Im Juli 2005 wurde von Joschka Fischer eine Historikerkommission einberufen, um die nationalsozialistische Vergangenheit des Amtes  aufzuarbeiten. UNFOR 2007 hat dazu eine Eingabe gemacht und an die die Herren Professoren Eckart Conze in Marburg, Norbert Frei in Jena, Klaus Hildebrand in Bonn, Henry A. Turner, Jr. in den USA und Moshe Zimmermann in Jerusalem geschrieben. (Brief, hier klicken!) Ernst Haeckel zählte schließlich, zusammen mit insgesamt 93 namhaften Künstlern,  Naturwissenschaftlern, Theologen, Dichtern, Juristen, Medizinern, Historikern, Kunstschriftstellern, Philosophen, Philologen, Musikern und Politkern, zu denjenigen, die im Juni 1915 einen "Aufruf an die Kulturwelt" veröffentlichten, in dem sie den deutschen Angriffskrieg 1914 zu rechtfertigen suchten. Der Deutsche Philipp Zorn, ein Völkerrechtler, der als Delegierter der Reichsregierung an den beiden Haager Friedenskonferenzen teilgenommen hatte, schrieb nach dem Krieg: "Die große Aufgabe [im Haag] war die Durchsetzung des Obligatoriums in der Schiedsgerichtsbarkeit. Auf dieses Werk wartete die Welt mit ungestümer Sehnsucht. Und daß Deutschland diese Sehnsucht der Welt nicht erkannte, ja sie zurückstoßen zu müssen glaubte, war sein schwerer, verhängnisvoller Fehler. ... Was geradezu zu einem Ruhmestitel Deutschlands für die Gestaltung der internationalen Verhältnisse hätte werden können, [wurde] von vornherein geschmälert und weiterhin völlig vernichtet durch einen ungeheuren politischen Rechenfehler der deutschen Politik, der die schwersten Folgen haben mußte und gehabt hat, ja der geradezu als eine Ursache des Weltkrieges erscheint..."

UNFOR 2007 geht es nicht darum, Schuldige zu suchen und an den Pranger zu stellen, sondern durch Aufklärung und Aufarbeitung der Vergangenheit eine neue Außenpolitik zu begründen und anzuregen. Diese Aufklärung sollte zuvorderst von der Regierung kommen und mit einer entsprechenden politischen Friedens'offensive' einhergehen. Schließlich haben wir uns für den Mord an den Herero entschuldigt, warum nicht für die Haager Friedenskonferenzen und den Ersten Weltkrieg?

Dass das 'timing' günstig und die Zeit 'reif' ist zeigt die Entwicklung der UN peacekeepers (hier klicken). Die PKO haben sich bewährt. Um aber wirklich weltweit abrüsten zu können, brauchen wir ein funktionierendes System kollektiver Sicherheit, wie es die UN-Charta vorsieht, das aber bekanntlich noch nicht in Kraft ist. Die Erfahrungen aus Völkerbund und Vorkriegszeit haben uns die entscheidende Erkenntnis offenbart, dass kollektive Sicherheit nur funktioniert, wenn die Staaten in Hoheitsbeschränkungen einwilligen. (Doch wer soll damit anfangen? Sicher nicht die in Artikel 106 genannten...) Aber das ist wohl nichts für die Friedensbewegung, Peter!

Vincit veritas!

Mit pazifistischen Grüßen!

        (Projektbetreiber)

The Japanese Constitution's Article 9 in context (CLICK HERE!)

P.S. Ecologists will also like my "One-Acre Model Farm."

Also see what Germany can do for world peace and security  (Click here !)

"60 Thesen für eine europäische Friedenspolitik" der AG Friedensforschung, Universität Kassel (Bitte hier klicken).

Previous roundletters in German (s. ganz unten)!!

Baustelle  n Was lohnt es sich zu lesen (neue Literatur)?

Rundbriefe/Roundletters, 2003-2006:

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Juni/Juli/August 2006) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (April/Juni 2006) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Februar/März 2006) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Dezember 2005/Januar 2006) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Oktober/November 2005) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Juni/Juli 2005) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (April/Mai 2005) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Januar/Februar 2005) - hier klicken !  

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Oktober 2004) - hier klicken !  

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (September 2004) - hier klicken !  

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (August 2004) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Juli 2004) - hier klicken !

 

PROGRESS:

See articles in German and English on issues related to UN reform. (Click here!) Unfortunately all of the articles I wrote for the dailies taz, Frankfurter Allgemeine Zeitung and DIE ZEIT etc. were rejected or not taken notice of. Only some articles in English were published by "THE STATESMAN" (Kolkata/India). See also:

(1)  Artikel über UNFOR 2007 in "Wissenschaft & Frieden," Nr. 4 (Deutsch)

(2)  Eine ganzseitige Veröffentlichung über UNFOR 2007 in AFB-INFO (Seite 8, PDF Deutsch/PDF Englisch);

(3)  Eine ganzseitige Veröffentlichung zu UNFOR 2007 im Rundbrief des Arbeitskreises Historische Friedensforschung (AHF);

(4)  Eine zweiseitige Veröffentlichung über unsere Kampagne im Rundbrief von Pax Christi, Köln (PDF Deutsch, S. 13-14);

(5)  Die Annahme und Weitergabe unseres unabhängigen Gutachtens (Englisch) zur Reform der Vereinten Nationen an den von UN-Generalsekretär Kofi Annan eingesetzten Panel (siehe auch den am 2. Dezember 2004 vorgelegten Bericht des Panels, PDF Englisch);  

(6)  Die Eingabe an das UNESCO-Komitee zur UN Dekade für eine Kultur des Friedens und die Antwort darauf (Englisch);

(7) Neue Mitglieder aus Wissenschaft und Friedensbewegung (die Liste ist z.Zt. noch intern);

(8) Vortrag zum UN-Jahr (60 Jahre Vereinte Nationen) und zur Reform der Weltorganisation, an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt. (S. poster)

 

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284 The means to real peace. -

No government nowadays admits that it maintains an army so as to satisfy occasional thirsts for conquest; the army is supposed to be for defence. That morality which sanctions self-protection is called upon to be its advocate. But that means to reserve morality to oneself and to accuse one‘s neighbour of immorality, since he has to be thought of as ready for aggression and conquest if our own state is obliged to take thought of means of self-defence; moreover, when our neighbour denies any thirst for aggression just as heatedly as our State does, and protests that he too maintains an army only for reasons of legitimate self-defence, our declaration of why we require an army declares our neighbour a hypocrite and cunning criminal who would be only too happy to pounce upon a harmless and unprepared victim and subdue him without a struggle. This is how all states now confront one another: they presuppose an evil disposition in their neighbour and a benevolent disposition in themselves. This presupposition, however, is a piece of inhumanity as bad as, if not worse than, a war would be; indeed, fundamentally it already constitutes an invitation to and cause of wars, because, as aforesaid, it imputes immorality to one‘s neighbour and thereby seems to provoke hostility and hostile acts on his part. The doctrine of the army as a means of self-defence must be renounced just as completely as the thirst for conquest. And perhaps there will come a great day on which a nation distinguished for wars and victories and for the highest development of military discipline and thinking, and accustomed to making the heaviest sacrifices on behalf of these things, will cry of its own free will: ,we shall shatter the sword‘ - and demolish its entire military machine down to its last foundations. To disarm while being the best armed, out of anelevation of sensibility - that is the means to real peace, which must always rest on a disposition for peace: whereas the so-called armed peace such as now parades about in every country is a disposition to fractiousness which trusts neither itself nor its neighbour and fails to lay down its arms half out of hatred, half out of fear. Better to perish than to hate and fear, and twofold better to perish than to make oneself hated and feared - this must one day become the supreme maxim of every individual state! - As is well known, our liberal representatives of the people lack the time to reflect on the nature of man: otherwise they would know that they labour in vain when they work for a ,gradual reduction of the military burden‘. On the contrary, it is only when this kind of distress is at its greatest that the only kind of god that can help here will be closest at hand.  The tree of the glory of war can be destroyed only at a single stroke, by a lightning-bolt: lightning, however, as you well know, comes out of a cloud and from on high. (R.J. Hollingdale, transl., Human, All Too Human. A Book for Free Spirits, Cambridge Texts in the History of Philosophy (1996), pp. 380-81)

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