Kampagne für die Reform der Vereinten Nationen

Movement for UN Reform (UNFOR)

SI  VIS  PACEM  PARA  PACEM!

 If you want peace, prepare for peace!

平和を望むなら平和に備えよ

 

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Tangiers as City of Peace and World Capital 

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Is Germany actually blocking the development of the UNITED NATIONS to become an effective System of Collective Security?

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THE LAW OF THE REVERSAL OF TENDENCIES

by Klaus Schlichtmann

 

ART. IX / 九条

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Walther SCHÜCKING, The International Union of the Hague Peace Conferences

 

INDIA and the Quest for an effective UNITED NATIONS ORGANIZATION

 

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FÜR DIE UMSETZUNG DES FRIEDENSGEBOTS IM GRUNDGESETZ.

GEBT DEN VEREINTEN NATIONEN DIE POWER !

IN »VERANTWORTUNG... DEM FRIEDEN DER WELT... DIENEN«

Round letter in English

mit den Deutschen zögern die Europäer noch immer... die neue, alte 'Appeasement'-Politik

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

Ich hoffe das Neue Jahr hat auch für Sie einen guten Anfang genommen! Wie vor einer Woche angekündigt, hat nun die heiße Phase der Kampagne für die Reform der Vereinten Nationen 2007 begonnen. Aus diesem Anlass will ich Ihnen heute auch etwas Persönliches erzählen. Übrigens freue ich mich sehr, dass unsere Freunde vom 'Komitee für eine demokratische UNO' auch so gute Fortschritte machen (http://www.uno-komitee.de).

Sie wissen wahrscheinlich nicht, dass ich im Alter von 18 Jahren aus Deutschland ‚abgehauen’ bin. Ein Grund war, dass ich der Musterung, die uns Unterprimanern gerade bevorstand, entgehen wollte, ein anderer dass ich nach Indien wollte. Ich hatte u.a. Kiplings „Kim“ gelesen und auch Jaspers' Universalismus hatte mich beeindruckt. Vor allem war ich künstlerisch vielseitig begabt (wenn man das so sagen kann),  was sich einmal im Musizieren – meine Musik war der Jazz (ich hatte meine eigene Band) – und in der Malerei zeigte. Arzt wie mein Vater wollte ich auf keinen Fall werden. In Rom hatte ich 1963 meine erste Ausstellung. Ich wollte also Künstler werden und die Welt sollte meine Universität sein. So war ich am 2. September 1962 aus dem Fenster des Internats St. Peter (Eiderstedt) gestiegen und verschwunden.

1964 kam ich in Indien an; die meiste Strecke hatte ich zu Fuß zurückgelegt - den größten Teil des Weges begleitet von meinem Freund Mike (den ich leider aus den Augen verloren habe). Abends klopften wir in den muslimischen Dörfern an irgendeine Tür und wurden fast immer hereingelassen. Oft kam dann der Dorflehrer, der etwas Englisch konnte, und wir unterhielten uns freundschaftlich. Ein paar mal wurde Hitlers "Mein Kampf" in Arabisch hervorgeholt, was bei uns allerdings nicht auf Begeisterung stieß. So oft wie möglich besuchten wir die Moschee und setzten uns zu den Betenden. So ging es durch den Irak, Syrien und Persien bis Pakistan und Indien, wo ich dann in Benares an der Sanskrit-Universität zwei Jahre lang Deutsch unterrichtete und eine Weile das gelbe Gewand des buddhistischen Mönches trug.

Das Abitur habe ich später, 1984/85 in Kiel nachgeholt, 'Begabtenabitur' nannte sich das. In Indien (1976 kam ich aus Indien zurück) hatte ich begonnen mich für Geschichte zu interessieren und studierte also von 1985 bis 1990 in Kiel Mittlere und Neuere Geschichte (und dann Asiatische Geschichte), Völkerrecht und Politische Wissenschaft. Mit einem Stipendium kam ich 1992 nach Japan. 1997 habe ich dann promoviert; na ja, ein wenig kennen Sie ja vielleicht von mir.

(Sicher bin ich mir nicht, dass Sie mich kennen; haben diejenigen von Ihnen, die Ihre Unterstützung zugesagt haben, dies nur getan, weil Sie jede [positive] Friedensinitiative unterstützen oder sind Sie besonders an diesem Aspekt des Verfassungs- und Völkerrechtspazifismus [oder ‚organisatorischen Pazifismus nach Schücking] interessiert? Lesen Sie manchmal die Rundbriefe und anderen Schriften, die ich Ihnen schicke? Schauen Sie manchmal in unsere Webseiten? Leider höre ich von Ihnen sehr wenig: ich deute das als engagierte Zustimmung.) 

Der tieferen Grund, warum ich am 2. September 1962 Deutschland verlassen habe, ja, verlassen musste, ist mir erst jetzt ganz bewusst geworden – d.h., wenn ich davon ausgehe, dass mein Leben überhaupt einen Sinn hat. Am 20 Dezember des Vorjahres war die McCloy-Sorin-Vereinbarung von der Generalversammlung der Vereinten Nationen einstimmig angenommen worden. Natürlich wusste ich davon nichts, da in der Presse kaum oder gar nicht darüber berichtet wurde. (Später stellte ich fest, dass auch in den diplomatischen Erinnerungen der beiden deutschen Botschafter, Kroll in Moskau und Grewe in Washington, kein Wort davon stand. In einer Schrift der DGVN hieß es nach dem deutschen UNO-Beitritt derogativ: "Die Erfahrung aber zeigt, dass eine Einigkeit der Großmächte über positive und spezifische Ziele nur selten von Dauer ist." Dabei hätte doch der entscheidende Impuls für das Gelingen des Plans von Europa, von Deutschland kommen müssen.)

Die 68er erlebte ich hautnah, als ich mit meiner bengalischen Frau für einige Zeit in Hamburg weilte; unsere beiden Söhne wurden damals geboren. Ich schrieb, musizierte und machte Ausstellungen. Rudi Dutschke las ich auch in Indien, wenn ich im Goethe-Institut deutsche Zeitungen in die Hand bekam. Aus der Ferne beobachtete ich die Ereignisse in Deutschland, APO und Baader-Meinhof. Die Texte von Rudi Dutschke in der Wochenzeitung DIE ZEIT enthielten interessante Gedanken.

In den frühen siebziger Jahren fing ich an, mein Gesetz von der Umkehr der Tendenzen zu propagieren. Buckminster Fuller schrieb mir damals zu meinem Konzept: "I think your ecological concepts are sound and I wish you success." Helmut Kohl schrieb: „Ich habe dafür Sorge getragen, dass sachverständige Mitarbeiter des Konrad-Adenauer-Hauses Ihren Vorschlag sorgfältig prüfen.“ (23.9.1976 – das war vor über 30 Jahren!)  Günter Verheugen, damals noch F.D.P. schrieb: „Sehr geehrter Herr Schlichtmann, haben Sie vielen Dank für die Übersendung Ihrer Abhandlung über das ‚Gesetz von der Umkehr der Tendenzen’. Bundesminister Genscher hat sie mit Interesse gelesen.“ (28. September 1976)  Vor meinem Abflug in Indien hatte ich den Text auch an die Botschaften in Neu-Delhi verschickt und nach meiner Landung in London noch einmal an die dortigen Botschaften. Danach begann ich in Deutschland mit den Parteien, den AA usw. zu korrespondieren und aktiv in der Friedensbewegung mitzumachen.

1980 wurde ich Vorsitzender der (west-)deutschen Weltföderalisten. Wenn man bedenkt, dass an einer Weltföderation schon seit über hundert Jahren gearbeitet wird, kann man dieses Ziel kaum noch als Utopie bezeichnen. Verfassungsrecht und Völkerrecht zeigen eindeutig den Weg. Gelegentlich mache ich mir jedoch Gedanken und Vorwürfe, dass ich angesichts der langen Zeit, die ich schon aktiv bin, nicht mehr erreicht und mich nicht energischer für die Ziele eingesetzt habe. Es gibt immer auch Versäumnisse, die man vor dem eigenen Gewissen verantworten muss.

In meiner Weltbürgererklärung habe ich dann 1984 (nachdem unser Vorschlag zur Übertragung von Hoheitsrechten bzgl. der Stationierung neuer Mittelstreckenraketen und Marschflugkörper auf dem Hoheitsgebiet der Bundesrepublik, auf den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen abgelehnt und unsere darauf folgende Verfassungsklage gegen den Stationierungsbeschluss vom 22. November 1983 im Vorverfahren abgeschmettert worden war) angekündigt, dass ich meine Staatsbürgerschaft aufkündige, wenn die Bundesregierung nicht den Verfassungsauftrag wahrnimmt und in einem genau definierten Umfang und mit präziser Zielsetzung (Abrüstung usw.) per Gesetz Hoheitsrechte auf den UNO-Sicherheitsrat überträgt. In diesem Sinne habe ich am 10. Januar 2007, nachdem ich von Einigen von Ihnen noch gute Ratschläge bekommen hatte, einen Brief an unseren Botschafter in Tokio geschickt, den ich Sie nunmehr bitte zur Kenntnis zu nehmen. Ich habe den Brief nicht in meiner Eigenschaft als Betreiber der Kampagne „UNFOR 2007“, sondern als normaler Bürger verfasst. Hier der Brief an den deutschen Botschafter (s. auch Anlage).

Ich bin überzeugt, dass unsere gut organisierte und informierte Friedensbewegung im Verbund mit  den verantwortlichen Friedenswissenschaftlern unseres Landes es nicht zulassen wird, dass die Bundesregierung untätig bleibt und den Verfassungsauftrag vernachlässigt. Die Friedensforschung hat das Bewusstsein in den Parteien in Deutschland in den letzten Jahren stark beeinflusst und verändert, so dass ich demnächst eine positive Entscheidung erwarte. Unsere Politiker sind weder dumm noch böse, Deutschland ist nicht Teil einer ‚Achse des Bösen’. In Kants Traktat zum ewigen Frieden - "la paix perpetuelle" – wird das ständige Bemühen für einen dauerhaften Frieden angesprochen, der nach Kant "selbst für ein Volk von Teufeln" erreichbar ist, "wenn sie nur Verstand haben". Dieses Bemühen kennzeichnet auch die deutsche Politik und ihre Wissenschaft, selbst wenn es manchmal lange dauert, bis die richtigen politischen Entscheidungen gefällt werden. Das gehört zur Politik.

Vincit veritas!

Mit pazifistischen Grüßen!

        (Projektbetreiber)

The Japanese Constitution's Article 9 in context (CLICK HERE!)

P.S. Ecologists will also like my "One-Acre Model Farm."

Also see what Germany can do for world peace and security  (Click here !)

"60 Thesen für eine europäische Friedenspolitik" der AG Friedensforschung, Universität Kassel (Bitte hier klicken).

Previous roundletters in German (s. ganz unten)!!

Baustelle    Was lohnt es sich zu lesen (neue Literatur)?

Rundbriefe/Roundletters, 2003-2007:

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Januar/Februar 2006) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (November/Dezember 2006) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Oktober 2006) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (September 2006) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Juni/Juli/August 2006) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (April/Juni 2006) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Februar/März 2006) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Dezember 2005/Januar 2006) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Oktober/November 2005) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Juni/Juli 2005) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (April/Mai 2005) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Januar/Februar 2005) - hier klicken !  

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Oktober 2004) - hier klicken !  

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (September 2004) - hier klicken !  

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (August 2004) - hier klicken !

Brief an die deutschen Friedenswissenschaftler (Juli 2004) - hier klicken !

 

PROGRESS:

See articles in German and English on issues related to UN reform. (Click here!) Unfortunately all of the articles I wrote for the dailies taz, Frankfurter Allgemeine Zeitung and DIE ZEIT etc. were rejected or not taken notice of. Only some articles in English were published by "THE STATESMAN" (Kolkata/India). See also:

(1)  Artikel über UNFOR 2007 in "Wissenschaft & Frieden," Nr. 4 (Deutsch)

(2)  Eine ganzseitige Veröffentlichung über UNFOR 2007 in AFB-INFO (Seite 8, PDF Deutsch/PDF Englisch);

(3)  Eine ganzseitige Veröffentlichung zu UNFOR 2007 im Rundbrief des Arbeitskreises Historische Friedensforschung (AHF);

(4)  Eine zweiseitige Veröffentlichung über unsere Kampagne im Rundbrief von Pax Christi, Köln (PDF Deutsch, S. 13-14);

(5)  Die Annahme und Weitergabe unseres unabhängigen Gutachtens (Englisch) zur Reform der Vereinten Nationen an den von UN-Generalsekretär Kofi Annan eingesetzten Panel (siehe auch den am 2. Dezember 2004 vorgelegten Bericht des Panels, PDF Englisch);  

(6)  Die Eingabe an das UNESCO-Komitee zur UN Dekade für eine Kultur des Friedens und die Antwort darauf (Englisch);

(7) Neue Mitglieder aus Wissenschaft und Friedensbewegung (die Liste ist z.Zt. noch intern);

(8) Vortrag zum UN-Jahr (60 Jahre Vereinte Nationen) und zur Reform der Weltorganisation, an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt. (S. poster)

 

PERSÖNLICHES

Personal 僕のこと

KONSENSMODELL

Consensus model

RUNDBRIEFE

Round letters

KORRESPONDENZ

Correspondence

VERÖFFENTLICHUNGEN

Publications 出版されている私の記事

FRIEDENSVERFASSUNG

Peace Constitutions 平和憲法

VÖLKERRECHT

TEXTE            Texts

ÖKOLOGIE     Ecology

LITERATUR       Literature 

ZITATE & SPRÜCHE Sayings

IGH ICJ

GUT:

http://www.democracynow.org

 

FRIEDRICH NIETZSCHE:

フリードリッヒ  ニーチェ: 

Deutsch      日本語      français

Human, All too Human

284 The means to real peace. -

No government nowadays admits that it maintains an army so as to satisfy occasional thirsts for conquest; the army is supposed to be for defence. That morality which sanctions self-protection is called upon to be its advocate. But that means to reserve morality to oneself and to accuse one‘s neighbour of immorality, since he has to be thought of as ready for aggression and conquest if our own state is obliged to take thought of means of self-defence; moreover, when our neighbour denies any thirst for aggression just as heatedly as our State does, and protests that he too maintains an army only for reasons of legitimate self-defence, our declaration of why we require an army declares our neighbour a hypocrite and cunning criminal who would be only too happy to pounce upon a harmless and unprepared victim and subdue him without a struggle. This is how all states now confront one another: they presuppose an evil disposition in their neighbour and a benevolent disposition in themselves. This presupposition, however, is a piece of inhumanity as bad as, if not worse than, a war would be; indeed, fundamentally it already constitutes an invitation to and cause of wars, because, as aforesaid, it imputes immorality to one‘s neighbour and thereby seems to provoke hostility and hostile acts on his part. The doctrine of the army as a means of self-defence must be renounced just as completely as the thirst for conquest. And perhaps there will come a great day on which a nation distinguished for wars and victories and for the highest development of military discipline and thinking, and accustomed to making the heaviest sacrifices on behalf of these things, will cry of its own free will: ,we shall shatter the sword‘ - and demolish its entire military machine down to its last foundations. To disarm while being the best armed, out of anelevation of sensibility - that is the means to real peace, which must always rest on a disposition for peace: whereas the so-called armed peace such as now parades about in every country is a disposition to fractiousness which trusts neither itself nor its neighbour and fails to lay down its arms half out of hatred, half out of fear. Better to perish than to hate and fear, and twofold better to perish than to make oneself hated and feared - this must one day become the supreme maxim of every individual state! - As is well known, our liberal representatives of the people lack the time to reflect on the nature of man: otherwise they would know that they labour in vain when they work for a ,gradual reduction of the military burden‘. On the contrary, it is only when this kind of distress is at its greatest that the only kind of god that can help here will be closest at hand.  The tree of the glory of war can be destroyed only at a single stroke, by a lightning-bolt: lightning, however, as you well know, comes out of a cloud and from on high. (R.J. Hollingdale, transl., Human, All Too Human. A Book for Free Spirits, Cambridge Texts in the History of Philosophy (1996), pp. 380-81)

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