Kampagne für die Reform der Vereinten Nationen

Movement for UN Reform (UNFOR)

SI  VIS  PACEM  PARA  PACEM!

 If you want peace, prepare for peace!

平和を望むなら平和に備えよ

 

Unsere Themen und Projekte:

Menschenrechtsklage/Human Rights Complaint

The Right of Peoples to Peace

Tangiers as City of Peace and World Capital 

The Garland Canal Project

Korrespondenz mit dem Auswärtigen Amt online

Korrespondenz mit den Parteien und Fraktionen im Deutschen Bundestag

Donations / Spenden

counter gratis

Is Germany actually blocking the development of the UNITED NATIONS to become an effective System of Collective Security?

►►(Click here (German)!)◄◄

ÿ

THE LAW OF THE REVERSAL OF TENDENCIES

by Klaus Schlichtmann

 

ART. IX / 九条

Unterstützer

支援してくださっている人々

INTERESSANTER TEXT:

Walther SCHÜCKING, The International Union of the Hague Peace Conferences

 

INDIA and the Quest for an effective UNITED NATIONS ORGANIZATION

 

Deutsch lernen in Tokio?

KONTAKT: klaus.san@gmail.com

 

Täglich sterben über einhunderttausend Menschen an Hunger.

UNO-CHARTA UN CHARTER

CHARTE DES NATIONS UNIS

ÿ

 

Der Drei-Billionen-Dollar-Krieg

 

·Wie werde ich friedensaktiv ?·

Mitmachen   HIER   eintragen

Übersichtsschema zur

These von der Umkehr der Tendenzen

(ein Erklärungsmodell)

¢ English ¢ français  ¢      "Omnia sponte fluant; Absit violentia Rebus." (Johann Amos Comenius, tschechischer Theologe und Pädagoge, 1592-1670)

 

(Struktur des Erklärungsmodells:)

Erkenntnis-Schema zum Gesetz von der Umkehr der Tendenzen

          A. ERKENNTNIS DES KOMPLEXES DER GLOBALEN NOT­STÄNDE: die Acht Gefahren;

            B. ERKENNTNIS DER URSACHEN: die Vier Faktoren;

           C. ERKENNTNIS DES ZIELES: Entwicklung einer Weltgesellschaft der Freiheit, des Wohlstands und des Friedens; und

           D. ERKENNTNIS DES MÖGLICHEN WEGES, der zu diesem Ziel führt: das Acht-Punkte-Programm für zukünftige Entwicklung und Investitions-Planung.

A.        Erkenntnis des Komplexes der Globalen Notstände,

            DIE ACHT GEFAHREN:

1. HUNGER UND ELEND,

2. ARBEITSLOSIGKEIT UND INFLATION,

3. RÜSTUNG(SWETTLAUF) UND KRIEG,

4. UMWELTVERSCHMUTZUNG UND VERLUST DER LEBENSQUALITÄT,

5. ZERSTÖRUNG VON FAUNA UND FLORA,

6. SEUCHEN UND PLAGEN,

7. WÜSTENAUSDEHNUNG UND DÜRRE (SCHWINDEN DER WASSERVORRÄTE DER ERDE), und

8. TREIBHAUSEFFEKT / COOLING TREND UND ERDBEBEN.           

In vielen Ländern der Erde herrschen immer noch Armut, Ungerechtigkeit und Not. Es hat gelegentlich sogar den Anschein, als bestimme eine kriminelle Minderheit über mächtige Interessenverbände die Geschicke der Welt und damit das Schicksal der Erde. Die Ausbeutung der Natur und des Menschen gefährden Leben und Kultur. Wertvolle Ressourcen werden sinnlos verpufft. Dadurch entsteht ein ökologisches Ungleichgewicht; der Prozess des Abbaus der natürlichen Lebensgrundlagen wird beschleunigt.[1]

B.        DIE VIER FAKTOREN:

   1.      WÜSTEN UND WINDE,

   2.      FAUNA UND FLORA,

   3.      ROHSTOFFE UND BODENSCHÄTZE und

   4.      ARBEIT UND KAPITAL oder BEVÖLKERUNG UND PRODUKTIONSMITTEL).

Arbeit ist als menschliche, d.h. von Menschen verrichtete bzw. zu verrichtende Arbeit zu verstehen. Geld kann genauso wenig ‚arbeiten‘ wie das Produktionsmittel ‚Hammer‘ von sich aus, alleine etwas hervorbringt. Durch die vom Menschen programmierte und zugelassene Verselbständigung industrieller Produktionsmethoden kann allerdings eine Maschine, ein Roboter, einen Hammer schwingen und ‚von selbst‘ etwas produzieren. Rüstung tötet bereits dadurch, dass der Mensch die automatische Produktion und Anwendung zulässt. Wo eine Mehrheit solche Zustände billigt, kann Widerstand wenig ausrichten und läuft Gefahr, im Räderwerk einer gnadenlosen Maschinerie wie in Kriegen zermalmt zu werden (s. Mario Savio).

            Die vier Faktoren hängen eng miteinander zusammen. Tatsächlich zeigen die Faktoren 1. und 4. eine zunehmende und die Faktoren 2. und 3. eine abnehmende Tendenz. Arbeit und Kapital (Bevölkerung und Produktionsmittel) nehmen offenbar ebenso zu wie Wüsten und Winde, während Fauna und Flora in ähnlicher Weise reduziert werden wie Rohstoffe und Bodenschätze – eine fatale ‚Schere‘. Die vier Faktoren bedingen sich wechselseitig. Ihre Beziehungen und die Art und Weise, wie sie sich gegeneinander verhalten, kann Einblick gewähren in ökologische Zusammenhänge und dadurch eine Lösung im Sinne einer ‚Wiederherstellung‘ des ökologischen Gleichgewichts in Aussicht stellen. Unsere These lautet:

„Haben die Faktoren in ihren Tendenzen ihre jeweiligen Extreme erreicht, so kehren sie sich um.“

Es liegt hier eine Gesetzmäßigkeit vor; mit Hilfe der vier Faktoren lässt sich das Ökosystem des Planeten Erde erschöpfend (?) im Sinne einer wissenschaftlichen Kybernetik darstellen. Ganz ähnlich wird auch in den Wirtschaftswissenschaften bei­spielsweise zwischen Arbeit, Kapital und Boden unterschieden. Weitere, dynamische Faktoren sind der Mensch und die Natur mit ihrer Fauna und Flora. Gerade die natürlichen Grundlagen aber werden durch die Eigendynamik des „militärisch-industriellen Komplexes“ (Eisenhower) – wenn man so will durch ein unglückliches Zusammenwirken von Arbeit, Kapital und unausgewogener Bodennutzung – zerstört.

C.        DIE ENTWICKLUNG EINER WELTGESELL­SCHAFT DER FREI­HEIT, DES WOHLSTANDS UND DES FRIEDENS:

Dies beinhaltet im Prinzip nichts anderes als die allgemeine Erkenntnis, die auch die großen Philosophen und Religionsstifter verkündet haben, nämlich dass Leben auf der Erde, unser Leben in dieser Welt, auf diesem Planeten, einen Sinn hat, dass es ein Ziel gibt und Zwecke, die wir verfolgen können. Der Schlüssel für ein erfolgreiches Wirken in der Welt sei die Liebe. Dies gilt in Bezug auf unsere Arbeit, unsere Mitmenschen, die Natur usw. Diesem ‚Ziel‘ können wir uns aber nur durch beständige Anstrengung nähern, es aber möglicherweise nie erreichen. Der Weg ist das Ziel.

D.        DAS ACHT-PUNKTE-PROGRAMM FÜR ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNG UND INVESTITIONSPLANUNG:

Politische Entscheidungen sind notwendig, um sicherzustellen, dass „von den menschlichen und wirtschaftlichen Ressourcen“ der Erde auch wirklich nur „ein Minimum für Rüstungszwecke verwendet wird“ (Art. 26 der UNO-Charta), d.h. nur so viel wie absolut erforderlich, um die eigenen Landesgrenzen, die Sicherheit und den Frieden, notfalls zu schützen und völkerrechtswidrige Angriffe abzuwehren. Dann wird es auch möglich sein, „eine internationale Zusammenarbeit herbeizuführen, um internationale Probleme wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und humanitärer Art zu lösen…“ (Art. 1, Absatz 3 der UNO-Charta). Ein mögliches Zukunftsprogramm könnte die folgenden acht Punkte umfassen:

1. (Gegen Hunger und Elend:) WELTWEITE ABSCHAFFUNG DER LEBENSBEDINGUNGEN UNTER DER ARMUTSGRENZE DURCH VERTEILUNG VON GRUNDBESITZ, REICHTUM, TECHNOLOGIE UND MACHT; INTERNATIONALE GESETZGEBUNG ZUR GEBURTENKONTROLLE, GLEICHE RECHTE FÜR MÄNNER UND FRAUEN, RASSENGLEICHHEIT UND GLEICHHEIT DER CHANCEN.

2. (Gegen Arbeitslosigkeit und Inflation:) KULTIVIERUNG VON MEERESFAUNA UND -FLORA UND NUTZBARMACHUNG VON MEERESBODENSCHÄTZEN; SCHAFFUNG EINER EINHEITLICHEN WELTWÄHRUNG.

3. (Gegen Rüstungswettlauf und Krieg:) SCHAFFUNG EINER NEUEN WELTWIRTSCHAFTSORDNUNG UND EINER  OBLIGATORISCHEN  INTERNATIONALEN GERICHTSBARKEIT; GRÜNDUNG EINER AUF SUBSIDIARITÄTSPRINZIPIEN BEGRÜNDETEN WELTREGIERUNG MIT DREI HÄUSERN.

4. (Gegen Umweltverschmutzung und Verlust der Lebens­qua­lität:) ERFORSCHUNG UND NUTZBARMACHUNG VON NATÜRLICHEN ENERGIEQUELLEN WIE SONNENENERGIE, GEZEITEN-, WIND- UND GEOTHERMALKRAFT UND BIOMASSE; AUSBAU UND ERWEITERUNG DES ÖFFENTLICHEN VERKEHRSWESENS ZU LANDE, ZU WASSER UND IN DER LUFT.

5. (Gegen Zerstörung von Fauna und Flora:) WIEDERAUFFORSTUNG UND VERMEHRUNG DES WILDBESTANDES; REHABILITIERUNG DER EINGEBORENEN NATURVÖLKER UND STÄMME ALS DEN RECHTMÄSSIGEN BESITZERN UND HÜTERN DER NATÜRLICHEN WÄLDER, WILDNIS UND WÜSTEN.

6. (Gegen Seuchen und Plagen:) SCHAFFUNG EINES KOSTENDÄMPFENDEN DEZENTRALEN GESUNDHEITSWESENS, AUFKLÄRUNG ÜBER VORBEUGENDE MEDIZINISCHE VERSORGUNG, GESUNDE BIOLOGISCHE ERNÄHRUNG UND NATÜRLICHE LEBENSWEISE; RÜCKKEHR ZU BIO­DYNAMISCHEN ANBAUWEISEN UND BIOLOGISCH EINWANDFREIEN METHODEN DER SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNG IN DER LANDWIRTSCHAFT DURCH AUFBAU VON SYMBIOSEN, ARBEITSINTENSIVE BEWIRTSCHAFTUNG USW.

7. (Gegen Wüstenausdehnung und Dürre:) PROJEKTE ZUR WIEDERGEWINNUNG VON WÜSTENLAND MIT HILFE DER WISSEN­SCHAFT, TECHNIK UND DER NATIONALEN UND INTERNATIONALEN ENTWICKLUNGSDIENSTE; AUSBAU UND ERWEITERUNG VON REGIONALEN BEWÄSSERUNGS- UND WASSER­TRANSPORTSYSTEMEN SOWIE EINES GLOBALEN ELEKTRIZITÄTS-VERSORGUNGSNETZES, BESTEHEND AUS MÖGLICHST KLEINEN, UMWELTFREUNDLICHEN, DEZENTRALEN VERSORGUNGSEINHEITEN.

8. (Gegen Treibhauseffekt und Erdbeben:) GRÜNDUNG VON FREIEN WALD- UND WÜSTEN-AKADEMIEN UNTER EINER INTERNATIONALEN UNIVERSITÄT ALS ZENTREN FÜR FORSCHUNG UND LEHRE; BEREITSTELLUNG UND KOORDINATION VON INFORMATIONEN UND KATASTROPHENSCHUTZ.

Das vorliegende Konzept wurde 1973/74 zuerst entwickelt und 1974 während einer Fußwanderung in einem Faltblatt in Tirupati (Südindien) gedruckt und unterwegs verteilt. Ein etwas überarbeiteter Text wurde 1977 auf der WELTVERFASSUNGSGEBENDEN VERSAMMLUNG der WORLD CONSTITUTION AND PARLIAMENT ASSOCIATION in Innsbruck (Österreich) verteilt. Text und Konzept blieben im Wesentlichen unverändert. Als ein mögliches Denkmodell kann es im Bereich der Friedens- und Umweltarbeit Orientierungshilfe sein.

Klaus Schlichtmann


[1] Vgl. Max WEBER, Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Tübingen 1920, S. 203, der ausdrücklich warnt vor dem Moloch „der modernen, an die technischen und ökonomischen Voraussetzungen mechanisch-maschineller Produktion gebundenen Wirtschaftsordnung..., der heute den Lebensstil aller einzelnen, die in dies Triebwerk hineingeboren werden – nicht nur der direkt ökonomisch Erwerbstätigen -, mit überwältigendem Zwange bestimmt und vielleicht bestimmen wird, bis der letzte Zentner fossilen Brennstoffs verglüht ist. (Meine Hervorh.)

 

PERSÖNLICHES

Personal 僕のこと

KONSENSMODELL

Consensus model

RUNDBRIEFE

Round letters

KORRESPONDENZ

Correspondence

VERÖFFENTLICHUNGEN

Publications 出版されている私の記事

FRIEDENSVERFASSUNG

Peace Constitutions 平和憲法

VÖLKERRECHT

TEXTE            Texts

ÖKOLOGIE     Ecology

LITERATUR       Literature 

ZITATE & SPRÜCHE Sayings

IGH ICJ

GUT:

http://www.democracynow.org

 

FRIEDRICH NIETZSCHE:

フリードリッヒ  ニーチェ: 

Deutsch      日本語      français

Human, All too Human

284 The means to real peace. -

No government nowadays admits that it maintains an army so as to satisfy occasional thirsts for conquest; the army is supposed to be for defence. That morality which sanctions self-protection is called upon to be its advocate. But that means to reserve morality to oneself and to accuse one‘s neighbour of immorality, since he has to be thought of as ready for aggression and conquest if our own state is obliged to take thought of means of self-defence; moreover, when our neighbour denies any thirst for aggression just as heatedly as our State does, and protests that he too maintains an army only for reasons of legitimate self-defence, our declaration of why we require an army declares our neighbour a hypocrite and cunning criminal who would be only too happy to pounce upon a harmless and unprepared victim and subdue him without a struggle. This is how all states now confront one another: they presuppose an evil disposition in their neighbour and a benevolent disposition in themselves. This presupposition, however, is a piece of inhumanity as bad as, if not worse than, a war would be; indeed, fundamentally it already constitutes an invitation to and cause of wars, because, as aforesaid, it imputes immorality to one‘s neighbour and thereby seems to provoke hostility and hostile acts on his part. The doctrine of the army as a means of self-defence must be renounced just as completely as the thirst for conquest. And perhaps there will come a great day on which a nation distinguished for wars and victories and for the highest development of military discipline and thinking, and accustomed to making the heaviest sacrifices on behalf of these things, will cry of its own free will: ,we shall shatter the sword‘ - and demolish its entire military machine down to its last foundations. To disarm while being the best armed, out of anelevation of sensibility - that is the means to real peace, which must always rest on a disposition for peace: whereas the so-called armed peace such as now parades about in every country is a disposition to fractiousness which trusts neither itself nor its neighbour and fails to lay down its arms half out of hatred, half out of fear. Better to perish than to hate and fear, and twofold better to perish than to make oneself hated and feared - this must one day become the supreme maxim of every individual state! - As is well known, our liberal representatives of the people lack the time to reflect on the nature of man: otherwise they would know that they labour in vain when they work for a ,gradual reduction of the military burden‘. On the contrary, it is only when this kind of distress is at its greatest that the only kind of god that can help here will be closest at hand.  The tree of the glory of war can be destroyed only at a single stroke, by a lightning-bolt: lightning, however, as you well know, comes out of a cloud and from on high. (R.J. Hollingdale, transl., Human, All Too Human. A Book for Free Spirits, Cambridge Texts in the History of Philosophy (1996), pp. 380-81)

ÿ