Kampagne für die Reform der Vereinten Nationen

Movement for UN Reform (UNFOR)

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Is Germany actually blocking the development of the UNITED NATIONS to become an effective System of Collective Security?

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THE LAW OF THE REVERSAL OF TENDENCIES

by Klaus Schlichtmann

 

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Der Drei-Billionen-Dollar-Krieg

 

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Wir waren besessen davon, dass von deutschem Boden kein Krieg ausgehen durfte,  anstatt besessen zu sein davon, dass von Deutschland Frieden ausgeht...

Brief aus Japan, an die deutsche Friedensbewegung und die deutschen Friedenswissenschaftler(innen) (Rundbrief 20),

In meiner Morgen-Zeitung The Daily Yomiuri vom 7. März 2008 las ich ein Interview mit dem Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz. Der 3-Billionen-Dollar Irakkrieg hat zur Rezession geführt. DIE ZEIT berichtete bereits am 26. Februar in einem Artikel (Der Drei-Billionen-Krieg) darüber. Offenbar hatte Jan de Bloch Recht und die Rüstungsausgaben ruinieren die Weltwirtschaft! (Das zusammen mit der Harvard-Professorin Linda Bilmes verfasste Buch, The Three Trillion Dollar War, wird sicher demnächst auch auf Deutsch erscheinen. Interessante Informationen, ein spannendes Video, zum englischen Titel bei 'Democracy NOW'!)

Man kann sich natürlich fragen warum die Amerikaner so dumm sind, pro Kopf (offiziell) rund 1.200 € pro Kopf für die Rüstung  auszugeben (vgl. GB 405€, Frankreich 450€, BRD 250€ und China 24€ pro Kopf).

Es gibt eine Minderheit in den USA, die dagegen ist, wenn den Vereinten Nationen mehr Verantwortung und 'Supranationalität' übertragen werden würde. Aber es bedarf keiner besonderen Vorstellungskraft um zu sehen, dass die meisten Amerikaner es begrüßen würden, wenn die Europäer statt eine eigene Rüstungs- und Sicherheitspolitik zu betreiben, der UNO die Sicherheitshoheit übertragen und damit das System der kollektiven Sicherheit in Kraft setzen würden. Im Bonner Grundgesetz (GG) ist die kollektive Sicherheit als Staatsziel genannt. Die Bundesrepublik kann einen Prozess einleiten, um die Institution des Krieges abzuschaffen. Das Grundgesetz bietet eine Handhabe zu diesem Ziel.

Tatsächlich signalisierten die USA nach dem Krieg, dass sie eine Entwicklung der UNO zu einer einer demokratischen Weltföderation im Prinzip begrüßen würden; im Gegensatz dazu machte die Bundesrepublik kurz nach ihrem UNO-Beitritt in einer Veröffentlichung unmissverständlich klar, dass  "eine friedliche Streitbeilegung durch ein internationales obligatorisches Regelungsverfahren ... weder möglich noch wünschenswert" ist und "insofern ... die Vereinten Nationen wesensverschieden von einer Weltföderation (sind)." Und um ganz sicher zu gehen, dass der Leser das Unausweichliche, Schicksalhafte wirklich verstanden hat: "Die Charta kann auch nicht als eine Vorstufe zu einem solchen Ziel angesehen werden." (DGVN, UN-Texte 22) (Interessante Frage: Welcher deutsche Lehrstuhl stand wohl hinter Hilmar W. Schlüter?)

Der vor allem in der Bundesrepublik Deutschland auch akademischerseits verbreitete Mythos, dass die 'Siegermächte' gar nicht wollten, dass die Vereinten Nationen effektiv funktionieren, trägt nicht dazu bei, die Globaliserungsprobleme zu lösen. Die einzige Organisation, welche die globalen Notstände wirksam bekämpfen könnte, ist die UNO. Sie hat ihre 'ideologischen' Wurzeln in den Haager Friedenskonferenzen, nicht in dem Machtstreben einiger Großmächte.

Abrüstung und kollektive Sicherheit sind Ziele, die in der UNO-Charta angestrebt werden und die bereits auf den Haager Friedenskonferenzen verhandelt wurden. Auch das Friedensgebot im Grundgesetz als Staatszielbestimmung zielt darauf ab. Was also ist schief gelaufen? Jeder weiß, dass eine wirksam funktionierende internationale Organisation nicht wirksam funktionieren kann, wenn die Mitgliedsstaaten nicht in Hoheitsbeschränkungen zugunsten der internationalen Organisation einwilligen.

Wenn die Japaner weiterhin an ihrem Artikel 9 festhalten, geraten wir Deutsche unter Vollzugszwang, die kollektive Sicherheit, die im Grundgesetz als Verfassungsziel genannt ist, auf den Weg zu bringen. 

 

...und was meinte John F. Kennedy dazu...?

Warum die Haager Friedenskonferenzen wichtig sind --- ハーグ平和会議 (1899 と 1907)は重要なわけ

 

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284 The means to real peace. -

No government nowadays admits that it maintains an army so as to satisfy occasional thirsts for conquest; the army is supposed to be for defence. That morality which sanctions self-protection is called upon to be its advocate. But that means to reserve morality to oneself and to accuse one‘s neighbour of immorality, since he has to be thought of as ready for aggression and conquest if our own state is obliged to take thought of means of self-defence; moreover, when our neighbour denies any thirst for aggression just as heatedly as our State does, and protests that he too maintains an army only for reasons of legitimate self-defence, our declaration of why we require an army declares our neighbour a hypocrite and cunning criminal who would be only too happy to pounce upon a harmless and unprepared victim and subdue him without a struggle. This is how all states now confront one another: they presuppose an evil disposition in their neighbour and a benevolent disposition in themselves. This presupposition, however, is a piece of inhumanity as bad as, if not worse than, a war would be; indeed, fundamentally it already constitutes an invitation to and cause of wars, because, as aforesaid, it imputes immorality to one‘s neighbour and thereby seems to provoke hostility and hostile acts on his part. The doctrine of the army as a means of self-defence must be renounced just as completely as the thirst for conquest. And perhaps there will come a great day on which a nation distinguished for wars and victories and for the highest development of military discipline and thinking, and accustomed to making the heaviest sacrifices on behalf of these things, will cry of its own free will: ,we shall shatter the sword‘ - and demolish its entire military machine down to its last foundations. To disarm while being the best armed, out of anelevation of sensibility - that is the means to real peace, which must always rest on a disposition for peace: whereas the so-called armed peace such as now parades about in every country is a disposition to fractiousness which trusts neither itself nor its neighbour and fails to lay down its arms half out of hatred, half out of fear. Better to perish than to hate and fear, and twofold better to perish than to make oneself hated and feared - this must one day become the supreme maxim of every individual state! - As is well known, our liberal representatives of the people lack the time to reflect on the nature of man: otherwise they would know that they labour in vain when they work for a ,gradual reduction of the military burden‘. On the contrary, it is only when this kind of distress is at its greatest that the only kind of god that can help here will be closest at hand.  The tree of the glory of war can be destroyed only at a single stroke, by a lightning-bolt: lightning, however, as you well know, comes out of a cloud and from on high. (R.J. Hollingdale, transl., Human, All Too Human. A Book for Free Spirits, Cambridge Texts in the History of Philosophy (1996), pp. 380-81)

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